Die klassischen Freikirchen entstanden als bewusster Gegenentwurf zu den Volkskirchen in Deutschland. Besonders in den Anfangsjahren wirkte man in einem „Modus der Erweckung“, bei dem Mission und Evangelisation im Vordergrund standen. Die eigene kirchliche und missionarische Identität definierte man sehr bewusst im Gegensatz und Abgrenzung zu anderen christlichen Gruppierungen.

Diese herkömmlichen Mechanismen erweisen sich allerdings unter den veränderten Bedingungen des Glaubens in einem säkularen Zeitalter als nicht mehr förderlich. Auch die meisten Freikirchen wachsen heute nicht mehr. Auch Freikirchen leiden an der Kirchenferne der meisten Menschen im Zeitalter der Postmoderne.

Die neue Studie von Philipp Bartholomä, seit April Professor für Praktische Theologie an der FTH, untersucht die gegenwärtigen kirchlichen und missionarischen Herausforderungen von Freikirchen in einer nachchristlichen Umgebung. Anhand umfangreicher quantitativer und qualitativer Daten werden verschiedene Aspekte des traditionell „erwecklichen“ freikirchlichen Gemeindeaufbaus unter missionarischen Gesichtspunkten eingehend unter die Lupe genommen. Außerdem werden zukunftsfähige Perspektiven für ein nachhaltiges, hoffnungsvolles und gleichzeitig realistisches missionarisches Handeln von Freikirchen in heutiger Zeit aufgezeigt.

Ein Buch für alle, die offen sind für eine schonungslose Analyse der Freikirchen in Deutschland und die sich neue Impulse für eine missionarische und „erweckliche“ Ausrichtung wünschen.

Philipp Bartholomä, Freikirche mit Mission: Perspektiven für den freikirchlichen Gemeindebau im nachchristlichen Kontext, Leipzig: EVA, 2019. 637 S. 44,00 €

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