Prof. Dr. Philipp Bartholomä (l.) und Prof. Dr. Stephan Holthaus (r.)

 

„Gott kann auch heute noch Mauern zum Einsturz bringen.“ Diese Überzeugung äußerte der Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH), Prof. Stephan Holthaus, vor über 140 Teilnehmern des FTH-Kollegs am 9. November in Gießen. Die Welt sei heute geprägt von vielen unsichtbaren Mauern. Streit, Neid, Missgunst und Unversöhnlichkeit bestimmten das Klima in der Öffentlichkeit, aber auch in vielen Familien und Gemeinden. Der 9. November 1989 habe gezeigt, dass mit Gottes Hilfe Mauern fallen können, ob sichtbare oder unsichtbare. Die Welt heute brauche dringend versöhnte Beziehungen, etwas, dass jede Gemeinde vorleben sollte.

Philipp Bartholomä, Inhaber der Professur für Praktische Theologie an der FTH, referierte über die wichtigsten Prinzipien einer lebendigen Gemeinde. „Die Atmosphäre muss geprägt sein von Gnade und Heiligkeit Gottes. Freude am Evangelium und Ehrfurcht vor Gott machen jede Gemeinde anziehend,“ so Bartholomä. Wenn Christen das Evangelium konsequent verinnerlichen, leben und predigen, verändert das den Herzschlag jeder Gemeinde.

Das FTH-Kolleg ist ein Fortbildungsangebot für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Gemeinden, an dem in diesem Jahr bereits 480 Personen teilgenommen haben.