„Jugendliche der heutigen Generation Y sind die heimlichen Revolutionäre der Gesellschaft.“ Diese Einschätzung über die nach 1980 geborene Generation äußerte der Programmleiter des christlichen Kinder- und Jugendwerks Wort des Lebens e.V. (WDL), Eckart Graumann, vor den Studierenden und Mitarbeitern in einer Plenarveranstaltung Anfang Februar an der FTH.

Seit der Nachkriegszeit lassen sich in Deutschland fünf Generationen beschreiben, deren Werte sich aufgrund der Rahmenbedingungen unterscheiden. Ging es unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg noch um Absicherung und Überleben, entwickelten sich die Generationen über „Auflehnung“ („68er“), „Babyboomer“ bis hin zur „Wohlstands-Generation-X“ in den frühen 1980er Jahren. Die heute 17- bis 32-jährigen, bzw. die Generation „Y“ oder „Maybe“, erlebt nun die Ungewissheit, ob sie von der Gesellschaft überhaupt gebraucht wird. Umbrüche bestimmen ihren Alltag. Das Leben muss jeden Tag an neue Informationen angepasst werden. Altes ist nicht mehr sicher. Die Welt dreht sich ständig weiter – ohne dass man daran beteiligt ist. Gleichzeitig hat die Generation Y keine mächtige Lobby in der Gesellschaft, weil sie zahlenmäßig klein ist.

Daraus haben sich drei Verhaltensweisen ergeben: Zunächst fragen „Ypsiloner“ vor allem danach, was ihnen etwas bringt, sie werden zu „Egotaktikern“. Sodann dringen sie in eine digitale Parallelwelt vor, in der sie soviel Know-how entwickeln, dass sie den Rest der Gesellschaft abhängen und ihre Ziele durch technologische Innovationen z.B. im Internet vorantreiben. Auf diesem Wege sind sie deshalb die „heimlichen“ Revolutionäre. Schließlich herrscht ein großes Harmoniebedürfnis, in der alle Meinungen nebeneinander stehen gelassen werden. Die Nähe zur Familie wird wieder stärker gesucht, als in früheren Generationen.

Wie können Christen dieser jungen Generation den Glauben nahebringen? Als wichtigsten Weg schlug Graumann authentische Beziehungen vor, die dem Vorbild von Jesus folgen. Für die Generation Y gelte: “They don´t care, how much you know, till they know, how much you care.“