Der erste Band der „Einleitung in das Neue Testament“ von Prof. Dr. Armin Baum ist Anfang Februar erschienen. Das umfangreiche Werk, das die klassischen Fragen der neutestamentlichen Einleitungswissenschaft umfasst, behandelt die Evangelien und die Apostelgeschichte. Neben Sprache, Erzählstil, Verfasserschaft, Gattungsanalyse, Entstehungszeit und der synoptischen Frage werden auch textkritische Besonderheiten und kanontheologische Problemen analysiert. Das Besondere an diesem Werk: Der Autor ist überzeugt, dass die neutestamentlichen Erzählbücher zur antiken Geschichtsschreibung gehören und dabei einen überwiegend alttestamentlich-jüdischen Charakter aufweisen. Die vier kanonischen Evangelien sind nach Ansicht des Autors im Kontext einer antiken Gedächtniskultur entstanden, in der menschliches Erinnerungsvermögen und mündliche Überlieferung eine dominierende Rolle spielten. Bei der Beurteilung der Historizität der neutestamentlichen Geschichtsbücher ist dabei vom antiken Konzept historischer Authentizität auszugehen, das sich nicht am Wortlaut, sondern am Inhalt orientierte. Damit unterscheidet sich diese Einleitung von vielen vergleichbaren wissenschaftlichen Einleitungen ins Neue Testament. Ein wichtiges Buch, Ergebnis einer langen Lehr- und Forschungstätigkeit des Prorektors und Professors für Neues Testament an der FTH.

Armin D. Baum, Einleitung in das Neue Testament. Evangelien und Apostelgeschichte. Gießen: Brunnen Verlag, 2017, 960 S. 70,- €

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