Festredner Markus Spieker: “Christen müssen nicht beliebt sein, aber freundlich.”

Die FTH verabschiedete am 11. Oktober 40 Absolventinnen und Absolventen. 24 von ihnen erlangten den Grad „Bachelor in evangelischer Theologie“, 16 den Abschluss „Master in evangelischer Theologie“. Festredner auf der Absolvierung, die wegen der Corona-Auflagen in begrenztem Rahmen stattfand, war der Chefreporter des Mitteldeutschen Rundfunks und langjährige ARD-Korrespondent in Berlin und Indien, Dr. Markus Spieker. Er forderte in seiner Festansprache die Absolventen auf, sich in Zeiten radikaler Umbrüche konsequent an Jesus zu orientieren. Er habe den Menschen das gegeben, was sie brauchten, nicht immer das, was sie wollten. „Wenn Pastoren um jeden Preis beliebt sein wollen, verfehlen sie ihren Dienst“, so Spieker. Es gehe heute darum, allen Menschen freundlich zu begegnen und gleichzeitig ganz der Wahrheit und dem Evangelium verpflichtet zu sein. Menschen im geistlichen Dienst sollten dabei immer nach dem Besten streben, aber nicht um jeden Preis nach Erfolg. Den könne man in der Kirche nicht selbst schaffen. Spieker rief angesichts von neuen Trends in Gesellschaft und Kirchen dazu auf, sich an Fakten zu orientieren, nicht an Emotionen. „Wer hoch hinaus wolle, muss gleichzeitig tiefe Wurzeln haben“, so Spieker. Die finde man als Christ in einer lebendigen Beziehung zu Jesus.

Mit der diesjährigen Absolvierung stieg die Zahl aller FTH-Absolventen auf über 1.000. Als 1.000ste Absolventin wurde Kristina Stegemann geehrt. Die Absolventen der FTH arbeiten weltweit in 45 Ländern. An der FTH studieren derzeit 180 Personen.