Christoph Raedel (Hg.), Das Leben der Geschlechter

Christoph Raedel (Hg.), Das Leben der Geschlechter. Zwischen Gottesgabe und menschlicher Gestaltung (Ethik im theologischen Diskurs / Ethics in Theological Discourse 24), Berlin: Lit, 2017 (225 S.)

„Gender“ ist zu einem Reizwort geworden, das nicht nur akademische Diskurse prägt, sondern auch in die politischen Debatten um Gleichstellung und Gleichbehandlung der Geschlechter Eingang gefunden hat. Doch ist mit der Vorstellung von Geschlecht als sozialer Konstruktion der Königsweg zu einer selbstbestimmten Geschlechtsidentität und zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft gefunden? Welche kritischen, welche konstruktiven Impulse bietet das biblische Zeugnis von der Polarität der Geschlechter in den Gender-Debatten der Gegenwart? Welche blinden Flecken der Diskussion legt eine dem Zeugnis der Bibel verpflichtete Anthropologie und Theologie frei?

Einer tragfähigen Geschlechtertheorie und einer dem Gemeinwohl dienenden Geschlechterpolitik, so der Tenor des Bandes, muss ein Menschenbild zugrunde liegen, das den Menschen in seinen sozialen und familialen Bezügen verortet und ihn nicht als abstraktes Individuum bestimmt, das seine Identität allein der eigenen Selbstkonstruktion verdankt. Die natürliche Polarität von Mann und Frau wird als Gabe Gottes interpretiert, die dem Menschen hilft, sich in der Geschichte Gottes mit der Welt als Geschöpf zu verorten und die Gesellschaft als Raum versöhnter Geschlechterverhältnisse zu gestalten. Die Beiträge aus theologischer, philosophischer und familienrechtlicher Perspektive zeigen, dass eine gerechtere Gesellschaft für alle nur entstehen kann, wenn die Würde der natürlichen Familie anerkannt wird, und dass eine Persönlichkeitsentfaltung, die die Einbettung in soziale Gefüge verleugnet, nicht Freiheitsgewinn, sondern Selbsttäuschung ist.

Prof. Dr. Christoph Raedel ist Professor für Systematische Theologie und Theologiegeschichte an der Freien Theologischen Hochschule Gießen. Er leitet auch das dortige Institut für Ethik & Werte. Von Seiten der FTH hat außerdem Prof. Dr. Ulrike Treusch einen Beitrag verfasst. (Weitere Beiträge stammen von Roland Deines, Anne Lenze, Oliver O’Donovan, Harald Seubert und Julius Steinberg.)

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Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit

Christine Christ-von Wedel /Sven Grosse (Hg.), Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit (Historia Hermeneutica. Series Studia 14), Berlin: de Gruyter 2017, 425 S.
Geb. € 79.95; als eBook (PDF, EPUB): Open Access: www.degruyter.com/viewbooktoc/product/468730

Die Bedeutung der Bibel für die Reformation ist unbestritten. Der vorliegende Aufsatzband geht auf eine reformationshistorische Tagung in Basel (2014) zurück. Die hier ausgearbeiteten Tagungsbeiträge erschließen Auslegung und Hermeneutik der Bibel in der Reformationszeit am Beispiel der Wittenberger Reformatoren (Luther, Melanchthon), der Reformierten (u.a. Bullinger, Calvin) und der Täufer, aber auch beim Humanisten Erasmus von Rotterdam und in der christlichen Rezeption jüdischer Bibelauslegung im 16. Jahrhundert.

Dieser Sammelband enthält eine schriftliche Fassung der Antrittsvorlesung, die Armin Buchholz (†) an der FTH Gießen gehalten hat. Er war an der FTH bis zu seinem frühen Tod als Dozent für Systematische Theologie tätig. Außerdem hat von Seiten der FTH Prof. Dr. Ulrike Treusch einen Beitrag zu Martin Luthers Bibelauslegung verfasst. Sie lehrt Historische Theologie an der FTH Gießen.

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Berthold Schwarz (Hg.), Martin Luther - Aus Liebe zur Wahrheit

Berthold Schwarz (Hg.), Martin Luther - Aus Liebe zur Wahrheit. Die bleibende Bedeutung der Anliegen des Reformators für heute, Dillenburg 2016 (504 S.)

Martin Luther hat bereits zu seinen Lebzeiten polarisiert. Die einen waren von ihm und seiner Wiederentdeckung des biblischen Evangeliums von der Gnade fasziniert. Andere waren ihm weniger wohlgesonnen, weil er mit seinen an der Bibel orientierten „Reformen“ ganz Europa in Aufruhr versetzte und die gewohnten Ordnungen von Kirche und Obrigkeit zu gefährden drohte. Luther selbst blieb zeitlebens der „Liebe zur Wahrheit" verpflichtet. Was Luthers Liebe zur Wahrheit bedeutete, will dieses Buch, 500 Jahre nach dem Bekanntwerden der 95 Thesen gegen den Ablasshandel im Jahre 1517, in Erinnerung rufen und neu zur Sprache bringen.

Dr. Berthold Schwarz lehrt Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen. Von Seiten der FTH  haben zu diesem Sammelband auch Dr. Walter Hilbrands,  Prof. Dr. Helge Stadelmann und Prof. Dr. Ulrike Treusch Aufsätze beigesteuert.

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Heinrich von Siebenthal, Grammatik des Biblischen Hebräisch

Jan P. Lettinga / Heinrich von Siebenthal, Grammatik des Biblischen Hebräisch, 2., (von H. von Siebenthal) neu bearbeitete und erweiterte Aufl., Gießen: Brunnen/Basel: Immanuel, 2016 (512 S.)

Diese Grammatik des Biblischen Hebräisch ist ein wichtiges Arbeitsmittel für Lernende und Lehrende und eine unverzichtbare Ergänzung zu den gängigen Lehrbüchern. Die Details der Schrift-, Laut- und Formenlehre sowie der Syntax werden systematisch entfaltet. Erscheinungen der Laut- und Formenlehre werden nicht nur beschrieben, sondern auch sprachhistorisch erklärt. Die syntaktischen Regularitäten werden vor dem Hintergrund neuerer linguistischer Erkenntnisse dargestellt, besonders mit Blick auf optimal begründbares Verstehen der Textinhalte. Mit Querverweisen, Tabellen, Hinweisen auf Standardwerke, Literaturverzeichnis sowie Wort-, Stellen- und Sachregistern dient die Grammatik als Nachschlagewerk für Lektüre und Exegese.

Prof. Dr. H. von Siebenthal war bis 2015 Honorarprofessor für Biblische Sprachen an der Freien Theologischen Hochschule Gießen. Seit 2015 ist er emeritiert.

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Theologie des Alten Testaments

Hendrik J. Koorevaar / Mart-Jan Paul (Hg.), Theologie des Alten Testaments. Die bleibende Botschaft der hebräischen Bibel, Gießen: Brunnen, 2016 (399 S.)

Was sind die inhaltlichen Hauptlinien des Alten Testaments? Welche bleibende Botschaft will es dem Leser damals wie heute vermitteln? In welchen Zusammenhang fügen sich die einzelnen Bibelbücher ein und wie lassen sich ihre Aussagen im größeren Rahmen des gesamten biblischen Kanons verstehen? Diese Theologie des Alten Testaments gibt eine Übersicht über den internationalen Stand der Forschung. Sie entwickelt die eigene literarische Methodik des „strukturell-kanonischen Ansatzes“, um die Botschaft des Alten Testaments zu entfalten. Ausgehend von einem rekonstruierten ursprünglichen Aufbau der hebräischen Bibel werden die im Buch Genesis aufgenommenen Themenlinien durch den gesamten Kanon hindurch verfolgt. Zu den behandelten Themen gehören die Schöpfung, der Wille Gottes, die Sünde und deren Überwindung, die messianischen Verheißungen, der Gottesdienst und das Land. Diese Linien werden dann weitergeführt bis in die zwischentestamentliche Zeit und das Neue Testament.

Von Seiten der Freien Theologischen Hochschule Gießen hat an dieser Gemeinschaftsproduktion belgischer, deutscher, niederländischer und nordamerikanischer Bibelwissenschaftler Dr. Walter Hilbrands mitgewirkt. Er lehrt an der FTH Altes Testament.

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Carsten Polanz, Das ganze Leben als Gihad

Das ganze Leben als Ǧihād. Yūsuf al-Qaraḍāwī und der multidimensionale Einsatz auf dem Wege Allahs, Berlin: EB-Verlag, 2016 (527 S.)

Der sunnitische Gelehrte Yūsuf al-Qaraḍāwī (geb. 1926) ist einer der einflussreichsten muslimischen Stimmen der Gegenwart. Außer durch seine 150 Buchtitel ist der gebürtige Ägypter in den letzten Jahrzehnten vor allem als globaler Internetmufti und Fernsehprediger beim katarischen Satellitensender al-Ǧazīra einem Millionenpublikum bekannt geworden. Zudem ist er Mitbegründer und Vorsitzender mehrerer internationaler Netzwerke muslimischer Rechtsgelehrter.

Al-Qaraḍāwī beansprucht für sich, eine „neue Kultur des Ǧihād“ zu begründen - eine ausgewogene Alternative zur Ideologie der militanten Gruppierungen, die den Kampf „auf dem Wege Allahs“ weder übertreibt noch vernachlässigt. Die Studie untersucht, ob es sich dabei wirklich um einen „gemäßigten“ Ansatz handelt und bezieht neben al-Qaraḍāwīs Monumentalwerk Fiqh al-ǧihād von 2009 auch frühere und spätere Bücher, Predigten und Rechtsgutachten mit ein.

Die Studie analysiert, welches Verhältnis von Religion und Staat, Glaube und Macht für al-Qaraḍāwī erstrebenswert ist. In welchem Verhältnis stehen friedliche und gewaltsame Formen des Einsatzes für den Islam? Wie interpretiert er die „Schwertverse“ des Koran und die (früh)islamischen Eroberungen? Wie eindeutig oder fließend ist die Grenze zwischen Angriff und Verteidigung? Tragen al-Qaraḍāwīs Argumentationen mehr zur Lösung oder Verschärfung der Konflikte innerhalb und außerhalb des Nahen Ostens bei?

Carsten Polanz lehrt Islamwissenschaft an der Freien Theologischen Hochschule.

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Gesichter und Geschichten der Reformation

Roland Werner, Johannes Nehlsen (Hg.), Gesichter und Geschichten der Reformation. 366 Lebensbilder aus allen Epochen, Basel: Fontis-Brunnen, 2016, 756 Seiten

Rechtzeitig zum Reformationsjahr 2017 erscheint dieser Sammelband, der mit 366 Kurzbiographien zur Lektüre für jeden Tag einlädt. Porträtiert werden 366 Frauen und Männer, die vom Evangelium begeistert wurden und für eine Erneuerung der Christenheit kämpften, oft unter Einsatz ihres Lebens. In chronologischer Reihenfolge wird jeder dieser Christuszeugen mit Zitat, Bild und einer Kurzbiographie gewürdigt, von Aurelius Augustinus über Martin Luther, Teresa von Ávila, Helmut Thielicke zu Keith Green und Hans Peter Royer.

Zu den Autoren des umfangreichen Bandes zählen auch Dozenten der FTH: Prof. Dr. Klaus W. Müller, Dr. Jan Carsten Schnurr und Prof. Dr. Ulrike Treusch.

Klaus W. Müller lehrte Missionswissenschaft, Jan Carsten Schnurr und Ulrike Treusch lehren Historische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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Armin Baum (Hg.), Der jüdische Messias Jesus

Armin D. Baum, Detlef Häußer und Emmanuel L. Rehfeld (Hg.), Der jüdische Messias Jesus und sein jüdischer Apostel Paulus (Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament II/425), Tübingen: Mohr Siebeck, 2016, 417 S.

Anlässlich des 65. Geburtstags von Rainer Riesner haben sich Schüler und Kollegen zusammengefunden, um jüdische Aspekte des messianischen Wirkens von Jesus von Nazareth und des apostolischen Wirkens von Paulus von Tarsus zu beleuchten.

Die Beiträge des Sammelbands kreisen mehrheitlich um die Kontinuitäten und Diskontinuitäten zwischen Judentum und Christentum, die in den neutestamentlichen  Texten über Jesus und über bzw. von Paulus zu finden sind. Die Frage nach der jüdischen Verwurzelung des frühen Christentums umfasst mindestens drei Aspekte, die hier allesamt in den Blick genommen werden: das Verhältnis des Wirkens von Jesus und Paulus zu den heiligen Schriften Israels, die Beziehung von Jesus und Paulus zum zeitgenössischen Judentum und die Verknüpfung der paulinischen Theologie mit der Verkündigung Jesu bzw. der synoptischen Tradition.

Herausgegeben wurde der Sammelband von Armin Baum in Zusammenarbeit mit zwei Kollegen von der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg und dem Institut für Evangelische Theologie der TU Dortmund. Mitgewirkt haben neben Joel White weitere Kollegen von theologischen Privathochschulen und Fakultäten.

Prof. Dr. Armin D. Baum und Dr. Joel White lehren Neues Testament an der Feien Theologischen Hochschule Gießen.

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Friedemann Walldorf, Migration und interreligiöses Zeugnis in Deutschland

Friedemann Walldorf, Migration und interreligiöses Zeugnis in Deutschland. Die missionarische Begegnung zwischen Christen und Muslimen in den 1950er bis 1970er Jahren als transkultureller Prozess (Missionsgeschichtliches Archiv 24), Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2016. 532 S.

Die Frage nach dem christlichen Zeugnis unter muslimischen Migranten in Deutschland stellt sich nicht erst angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme. Sie rückte bereits in den 1950er bis 1970er Jahren in den Fokus kirchlicher und gesellschaftlicher Debatten, als Muslime aus der Türkei, dem Nahen Osten und Nordafrika als Studenten und Gastarbeiter in die Bundesrepublik kamen.

Die vorliegende Monographie zeichnet diese frühen interkulturellen und interreligiösen Begegnungen nach, erstmals als Aspekt der kirchlichen Zeitgeschichte. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Initiativen des Deutschen Evangelischen Missionsrats (DEMR), der evangelischen Studentenarbeit (ESG und SMD) und des 1963 von Willi Höpfner begründeten Orientdienstes in Wiesbaden sowie damit zusammenhängende Kontroversen, Konversionen und transkulturelle Konstruktionen religiöser Identität.
 
Das Buch zeigt, warum respektvolle missionarische Begegnungen für das friedliche und freiheitliche Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft bedeutsam sind.

Prof. Dr. Friedemann Walldorf lehrt Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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Meiken Buchholz (Hg.), Hudson Taylor: Visionär, Stratege, Missionar

Bernd Brandl / Meiken Buchholz (Hg.), Hudson Taylor: Visionär, Stratege, Missionar - 150 Jahre China-Inland-Mission, Nürnberg:  VTR, 2015 (138 S.)

Die Gründung der China-Inland-Mission (CIM) durch Hudson Taylor im Jahr 1865 hatte weitreichende Auswirkungen auf die Entstehungsgeschichte und Prägung der sogenannten Glaubensmissionen weltweit. Taylors herausforderndes Missionsverständnis und seine innovative Missionsstrategie setzten unzählige Christen in Bewegung. Anlässlich des 150-jährigen Gründungsjubiläums möchte dieser Sammelband den gegenwärtigen Stand der Forschung zu Taylor und den mit der CIM verbundenen „Glaubensmissionen“ in Deutschland abbilden. Hierbei werden auch kritische Punkte angesprochen. Darüber hinaus laden die Beiträge ein, zentrale Anliegen Taylors – wie die Inkulturation des Evangeliums, die Entstehung einer authentisch chinesischen Kirche sowie eine in der Verbindung mit Christus gegründete Spiritualität – für heute neu zu reflektieren.

Dr. Meiken Buchholz ist Hochschuldozentin für Missionswissenschaft und Interkulturelle Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen

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Stephan Holthaus, Zwischen Gewissen und Gewinn

Stephan Holthaus, Zwischen Gewissen und Gewinn: Die Wirtschafts- und Sozialordnung der "Freiburger Denkschrift" und die Anfänge der Sozialen Marktwirtschaft, Reihe: Marktwirtschaft und Ethik Bd. 18, 2015, 312 S., 29.90 EUR, ISBN 978-3-643-13131-7

Die "Soziale Marktwirtschaft", die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland, hat seit ihrer Einführung 1949 zu Wohlstand und sozialer Sicherheit geführt. Mittlerweile werden ihre Auswirkungen jedoch kritisch hinterfragt.

Vorliegende Monographie fragt nach den ursprünglichen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft. Ihre Prinzipien wurden schon 1942/43 in der "Freiburger Denkschrift", einem Dokument der Bekennenden Kirche und des deutschen Widerstands, niedergelegt. Autoren waren führende Ökonomen wie Walter Eucken, Constantin von Dietze und Adolf Lampe.

Die vorliegende Arbeit analysiert erstmals detailliert diesen Schlüsseltext der Sozialen Marktwirtschaft, stellt die Autoren vor und geht der Frage nach, ob die Soziale Marktwirtschaft ohne ihren christlichen Hintergrund überhaupt zu verstehen ist.

Prof. Dr. Stephan Holthaus lehrt Christliche Ethik an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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Rolf Hille, Gott als Mensch

R. Hille (Hg.), Gott als Mensch. Christologische Perspektiven (TVG Monografien), Gießen: Brunnen, 2015, 348 S.

Der Sammelband behandelt die klassischen Fragen nach der Person und dem Werk von Jesus Christus. Seit dem 4. Jahrhundert hat die Kirche auf die christologischen Fragen klare Antworten gegeben. Doch seit gut 250 Jahren ist die theologische Debatte um Christus neu entbrannt. Glauben wir an Jesus als den Gottessohn oder sollen wir nach seinem Vorbild glauben, das heißt so glauben, wie Jesus es im Verhältnis zum Vater tat? Ist er seinem Sein nach Sohn Gottes oder hatte er nur ein besonders intensives Gottesbewusstsein?

Theologen des AfeT aus den verschiedenen theologischen Fachbereichen haben 2013 unter dem Thema „Gott als Mensch“ diese grundlegenden christologischen Fragen im Horizont moderner Kritik neu durchdacht.

Herausgegebene wurde der Sammelband von Rolf Hille. Neben zahlreichen weiteren Autoren haben von der FTH Armin Baum und Christoph Raedel Aufsätze beigesteuert.

Prof. Dr. Rolf Hille lehrt Systematische Theologie an der Freien Theologische Hochschule Gießen.

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Carsten Ziegert, Diaspora als Wüstenzeit

Carsten Ziegert, Diaspora als Wüstenzeit. Übersetzungs-
wissenschaftliche und theologische Aspekte des griechischen Numeribuches (BZAW 480), Berlin: De Gruyter, 2015, XII, 340 S.

Von den Erkenntnissen der modernen Übersetzungs-
wissenschaft wird in der Septuagintaforschung bisher nur wenig Gebrauch gemacht. Um diesem Desiderat zu begegnen, wendet die vorliegende Studie die Skopostheorie (Reiß und Vermehr, 1984), die einen funktionalen Ansatz darstellt, auf das wenig beachtete griechische Numeribuch an. Durch eine retrospektive Anwendung der ursprünglich präskriptiv formulierten Theorie lassen sich Rückschlüsse auf den „Sitz im Leben“ der Übersetzung und auf die theologische Tendenz des Übersetzers ziehen.

Das griechische Numeribuch präsentiert sich als ein Dokument der alexandrinischen Diaspora, dessen Skopos in einem Spannungsfeld zwischen Historisierung und Aktualisierung, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Ideal und Wirklichkeit liegt. Damit demonstriert die Studie die Anwendbarkeit einer übersetzungswissenschaftlichen Theorie auf die Schriften der Septuaginta.

Dr. Carsten Ziegert lehrt Griechisch, Hebräisch, Aramäisch und Theorie der Bibelübersetzung an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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Walter Hilbrands / Heiko Wenzel (Hg.), Herr, was ist der Mensch

T. Arnold / W. Hilbrands / H. Wenzel (Hg.), Herr, was ist der Mensch, dass du dich seiner annimmst? Beiträge zum biblischen Menschenbild, FS H. Pehlke, Witten: SCM Brockhaus, 2013, 285 S.

Helmuth Pehlke hat eine ganze Generation von Studierenden akademisch und geistlich geprägt. Zu seinem 70. Geburtstag erschien aus der Feder von Kollegen und ehemaligen Studenten der Freien Theologischen Hochschule Gießen und anderer Ausbildungsstätten diese Festschrift.

Die Beiträge beleuchten das biblische Menschenbild aus exegetischer und theologischer Sicht. Die Bibel aus Altem und Neuem Testament stellt sich als eine Einheit in der Vielfalt dar. Die verschiedenen Bibelbücher vermitteln  grundlegende und noch heute aktuelle ­Aussagen über das Wesen und die Bestimmung des Menschen.

Herausgegeben wurde der Sammelband von Walter Hilbrands und Heiko Wenzel in Zusammenarbeit mit Tina Arnold. Neben den Herausgebern haben u.a. weitere FTHler Aufsätze beigesteuert: Armin Baum, Gunnar Begerau, Karl Möller, Klaus Riebesehl, Berthold Schwarz, Julius Steinberg, Christoph Stenschke und Joel R. White.

Dr. Walter Hilbrands und Prof. Dr. Heiko Wenzel lehren Altes Testament an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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Jan Carsten Schnurr (Hg.), Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung in Pietismus und Erweckungsbewegung

Wolfgang Breul / Jan Carsten Schnurr (Hg.), Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung in Pietismus und Erweckungsbewegung (Arbeiten zur Geschichte des Pietismus 59), Göttingen / Bristol CT: Vandenhoeck & Ruprecht 2013, 378 Seiten
 
Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung sind für das Verständnis des Pietismus im 17./18. und der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert von grundlegender Bedeutung. Der Band versammelt neue Beiträge von führenden Vertretern der Pietismusforschung und Nachwuchswissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen, die sich mit Zukunfts- und Endzeitvorstellungen sowie Geschichtsdeutungen der beiden großen protestantischen Reformbewegungen beschäftigen.
 
Ihre Themen sind u.a. die Zukunftserwartung Speners, Franckes, Zinzendorfs und radikaler Pietisten, das Geschichtsbild Hallescher Pietisten, württembergischer Erweckter und der Gebrüder Ranke sowie die Zeitwahrnehmung in pietistischen Sammelbiographien, Herrnhuter Lebensläufen und der pietistischen Lospraxis.
 
Dr. Jan Carsten Schnurr ist Hochschuldozent für Historische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen.

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